Jonathan’s Blog

Troy Davis

Geschrieben am | 22. September 2011 | Keine Kommentare

Heute wurde Troy Davis hingerichtet. Das Menschen nach wie vor glauben, es wäre zu rechtfertigen sich gegenseitig zu töten, ist allein für sich schon schlimm genug. In diesem Fall macht mich jedoch besonders betrübt und wütend, dass denkwürdig solide Hinweise aufgetaucht sind, dass heute ein unschuldiger Mensch nach Jahrzehnten Freiheitsentzug ums Leben gebracht wurde. Am Tatort wurden keine DNA-Spuren oder ähnliche Hinweise auf Davis gefunden, ebensowenig wie die Tatwaffe. Noch erschütternder: 7 von 9 Zeugen haben ihre Aussage zurückgezogen, nach der sie Davis als Täter erkennen konnten – unter Hinweis darauf , dass Druck von Seiten der Polizei auf die Zeugen ausgeübt worden sei.

Kursios an dem Fall ist ein wenig, dass gerade die Befürworter der Todesstrafe sich teils sehr entschieden dagegen ausgesprochen haben, diese im Fall Davis zu vollstrecken: die Befürchtung lag nahe, dass ein offensichtlicher Fall von Justizirrtum (was noch beschönigt ist!) mit Todesstrafe als Folge jene als legitimes Instrument diskreditieren würde.
Ich hoffe so ist es, und das weitere Länder auf dieses Menschen- und Lebensverachtende Instrument ganz verzichten – so wäre ein Menschenleben nicht ganz so sinnlos verloren.

Simyo: bitte wechseln Sie Ihren Anbieter

Geschrieben am | 20. September 2011 | Keine Kommentare

oder Wie vergraule ich meine Kunden?
Nachdem ich mich schon in letzter Zeit über Unitymedia und die miese neue Website geärgert habe demonstriert Simyo, wie man es eine ganze Ecke schlechter machen kann.

Nachdem die Lastschrift von Simyo von meiner Bank zurückgewiesen wurde passierte folgendes:

  • Sperrung der SIM-Karte: das Handy ist tot, denn nicht einmal eingehende Anrufe möglich!
  • Rücklastschriftgebühren in Höhe von 15 Euro – man könnte denken, wir bewegen uns in dieser Höhe im Bereich von Wucher
  • Simyo sperrt den Online-Zugriff auf mein Vertrags-Konto (damit kein Zugriff auf Rechnungen, EVN, etc.)

Da kann man nur eins sagen: Ich kündige! So sehr hat mich ja bislang noch kaum ein Unternehmen rausgeekelt.

US-Kongress zum Libyen Einsatz

Geschrieben am | 25. Juni 2011 | Keine Kommentare

Der amerikanische Kongress hat eine Genehmigung des amerikanischen Engagements im Libyen-Einsatz für ein weiteres Jahr abgelehnt, auch mit vielen Stimmen der Demokraten. Hintergrund ist unter anderem die Verärgerung, dass Präsident Obama den Einsatz im Vorfeld nicht vom Kongress beschließen ließ – dies ist für Einsätze von bis zu 60 Tagen auch nicht erforderlich, jedoch sind diese bereits im Mai abgelaufen.
Obama rechtfertigt die Situation damit, dass der Militäreinsatz nicht als “Kampfhandlung” anzusehen sei – dies ist natürlich ziemlich lächerlich und kann höchstens auf einer sehr widersinnigen Definition einer “Kampfhandlung” beruhen.
So sehr man in diesem Fall den “parlamentarischen Denkzettel” begrüßen muss, frage ich mich nur, welche Folgen dieser haben wird. Ein Rückzug Amerikas aus dem Einsatz bedeutet höchstwahrscheinlich, der NATO ihr Standbein wegzuziehen. Ich habe sowieso das Gefühl, dass auf dem Verhandlungsweg zu wenig getan wird – vielleicht ist es ja eine Chance, hoffentlich aber kein falsches Signal an Gaddafi!

Flugverbotszone vom UN-Sicherheitsrat beschlossen

Geschrieben am | 18. März 2011 | 1 Kommentar

Endlich hat man sich darauf geeinigt, den überfälligen Schritt zu machen und die Libyschen Luftstreitkräfte an der weiteren Bombardierung der oppositionellen Bewegung sowie der Zivilbevölkerung zu hindern; bei solch groben Verletzungen des Völker- und Menschenrechts kann die Verletzung fremder Staatssouveränität nun mal nicht stärker wiegen.
Deutschlands ständiges Nein zu Militäreinsätzen jeder Art ist mittlerweile kaum noch zu ertragen – es mag sich mit dem Willen einer Mehrheit des deutschen Volkes decken und ist daher legitim, aber es fällt schwer Achtung vor diesem permanenten Nein zu behalten, schlicht wegen der billigen Begründung unseres Außenministers: “wollen nicht Kriegspartei auf Dauer werden”. Ein Nein zur Beteiligung an kriegerischen Einsätzen scheint mir aber nicht an einem großen Hang zur Friedfertigkeit zu liegen, sondern an der mangelnden Bereitschaft, Geld und Menschenleben für Menschen in Not zu riskieren. Und das beschämt mich. Ich wüsste gerade nicht zu erklären, warum wir in keiner Weise im Maghreb helfen könnten.

Die Welt bebt

Geschrieben am | 17. März 2011 | Keine Kommentare

“Die Weltwirtschaft bebt”: dem Handelsblatt ist diese Überschrift offensichtlich nicht zu blöd – mir eigentlich schon. Eigentlich… Geschmacklich finde ich sie höchst unpassend, tatsächlich aber finde ich den Zynismus, den ich darin sehe, im Moment “passend”. Denn Zynismus ist eine Emotion die sich bisweilen schon mal einstellen kann angesichts der Geschehnisse in der Welt, insbesondere – aber nicht nur – in Japan.

Wie sich die Situation im Moment darstellt wissen wir nach wie vor nicht, Informationen dazu sind wenig verlässlich und regelmäßig widersprüchlich. Gemeinsam ist den Meldungen nur der Mangel an Optimismus. Vier Reaktorkerne in Fukushima liefern sich momentan einen Wettlauf um die erste Kernschmelze, ein Wettlauf gegen eine Handvoll Techniker, die zahlenmäßig, organisatorisch und verwunderlicherweise auch technologisch nicht auf Augenhöhe mitspielen wie man glauben könnte. In der Hinterhand noch die Reaktorkerne 5 und 6, die zwar abgeschaltet sind, aber eben nur so abgeschaltet, wie man Atomreaktoren abschalten kann: gar nicht.
Trotz allem hoffe ich darauf, dass es morgen früh nach dem aufstehen heißt: “alles unter Kontrolle”. Naiv, ich weiß.

Restrisiko

Wir waren bei naiv. Naiv ist es auch, das sogenannte Restrisiko zu ignorieren. Man tat jahrelang so, also ob wir mit Atomkraft ein Restrisiko eingehen, dass eine statistische Größe ist, die man ebenso gut aus der Rechnung herausstreichen könnte. Menschliches Versagen und Naturkatastrophen, so entnehme ich derzeit der Presse, bilden also das sog. “Restrisiko”. Wir sprechen hier also von dem Risiko, dass nicht in die Gleichung zu beziehen ist weil “unberechenbar”.
Es mag verkürzt sein, aber trotzdem, wie sinnvoll erscheint die Überlegung “Wir müssten es schon einkalkulieren, aber da wir das nicht können, lassen wir es weg.” Letztlich ist doch das Gegenteil der Fall: wir stehen unkontrollierbaren Faktoren gegenüber, und lassen daher die Finger von der Sache. Es geht hierbei nicht grundsätzlich um die Frage von Handlungsentscheidungen unter unvollständigen Informationen bei der Verwendung gefährlicher Technologien. Entscheidungen bei Unsicherheit treffen wir tagtäglich, keine Frage, aber zwei Dinge sind hierbei zu beachten: die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Schadenshöhe von worst-case-Szenarien. Das ist ganz einfach erklärt:

  • negative Konsequenzen, seien sie noch so gering, sind nicht zu riskieren wenn sie sehr wahrscheinlich eintreten.
  • negative Konsequenzen, seien sie noch so unwahrscheinlich, sind nicht zu riskieren wenn sie sehr stark eintreten.

Angesichts des zweiten Punktes verbietet sich also die Atomkraft, da die negativen Auswirkungen bei Unfällen u.ä. einfach riesengroß sind.
Außerdem muss man sich die Frage stellen: wieso reden wir eigentlich von Restrisiko angesichts des konkreten Lage in Fukushima: wie kann der Ausfall des Kühlsystems zum Restrisiko gehören??? Mir als Laie stellt sich die Situation so dar, dass eine intakte Kühlung das verdammt noch mal wichtigste ist, um dass sich gekümmert werden muss. Also:

Seit wann ist im 21. Jahrhundert Kühltechnik nicht sicher beherrschbar?
Wie kann man Kühlsystem in eine der am stärksten erdbebengefährdete Region der Welt bauen das nicht erdbebensicher ist?
Wie kann man Kühlsysteme bauen, die nach Stunden aufgeben?
Gibts bei Atomkraft nicht das System der Redundanz?
Wieso können wir Panzer transportieren wohin wir wollen aber keine Pumpen?
Wieso können wir Strahlung am Rande der Galaxie messen aber nicht in Japan?

Der Mensch an sich macht Fehler. Sogar oft. Wieso also Restrisiko?

Des einen Leid…
Nein, nicht alles hat auch eine gute Seite, aber das wird der ein oder andere anders sehen. Während Japan mit der Katastrophe kämpft und sich das allgemeine Interesse verständlicherweise auf Japan konzentriert steht die Welt nicht still. Im Maghreb geht derweil das Morden weiter, Gaddafi zerbombt Libyen und seine Bevölkerung und holt sich nach und nach die Gebiete der Aufständischen zurück. Aussicht auf Gnade gibt es keine, Gaddafi wird sein rücksichtsloses Vorgehen beibehalten, auch und erst Recht gegenüber den Aufständischen. Der Rest der Welt verkriecht sich mal wieder, aktuell gerne hinter der sogenannten “Respektierung der Autonomie Libyens”. Gaddafi hat schon Recht wenn er sagt: “Egal welche Entscheidung getroffen wird, es ist zu spät.” (1)
Schade aus einer Vielzahl an Gründen. Insbesondere, weil wir dem Libyschen Volk helfen könnten – wohl eher als den Reaktoren in Fukushima. Ich vermute, es ist wie so oft: zuerst handeln wir nicht, dann falsch. Hauptsache man hat nicht die Seite unterstützt, die am Ende verliert.

Vielleicht sitzt in 48 Stunden Gaddafi in Bengasi und Plutonium-Schlacke im Erdreich von Fukushima. Vielleicht tritt beides nicht ein. Es ist zu wünschen, aber es wäre Glück. Was waren das für Zeiten, als E10 unser größtes Problem war…

Schneechaos oder Organisationschaos?

Geschrieben am | 22. Dezember 2010 | Keine Kommentare

Aktuell liest man viel über das sogenannte “Schneechaos”. Dabei denkt man wahrscheinlich zuerst an ein “durch Schnee bedingtes Chaos” – aber das ist ja beinahe schon irreführend.
Unsere aktuellen (insbesondere Infrastruktur-)Probleme rühren eher von der (nicht ausreichenden) Vorbereitung & (mäßig gelungenen) Reaktion auf den Schnee.
Wie ich finde schön kommentiert ist der “Winterskandal” auf Zeit online.

GEZ-Gebührenerhebung: Verfahren wird vereinfacht

Geschrieben am | 21. Oktober 2010 | 2 Kommentare

Die GEZ, die nicht sonderlich beliebte “Gebühreneinzugszentrale” für das öffentlich-rechtliche Fernsehen, wird ab 2013 das Verfahren zur Erhebung der Gebühren ändern. Statt einer geräteabhängigen Gebühr soll in Zukunft eine Gebühr pro Haushalt / Betrieb stehen, unabhängig von Art und Anzahl der Geräte und Bewohner.
Eine Neuregelung habe ich mir gewünscht, seitdem ich selbst GEZ-Gebühren bezahle, da mich das aktuelle Verfahren mit den vielen Drückebergern stört. Sinn und Zweck der GEZ und unseres öffentlich-rechtlichen Rundfunks schienen und scheinen sich dem Verständnis vieler Mitbürger zu entziehen, und die Neuregelung kann hier vielleicht helfen. Ich kenne zahlreiche Nicht-Zahler, die sich mit häufig ähnelnden Argumentationen der Zahlungspflicht entziehen – was nach aktueller Ausgestaltung aufgrund der, sagen wir mal “Spürnasen” der GEZ, zwar auf Dauer nervig, aber dennoch möglich ist.
Zu dem Klassiker “ich guck das eh nicht” möchte ich sagen: das interessiert keinen! Es handelt sich bei der GEZ-Gebühr, wie der Name schon sagt, nicht um ein Nutzungsentgelt, dass in einem Zusammenhang mit einer erfolgten Nutzung steht, sondern um eine Gebühr, die ihrem Sinn nach unabhängig von einer konkreten Nutzung ist. Bezahlt wird also nicht für die Inanspruchnahme, sondern das Angebot der Rundfunk-Anstalten.
Das mag der ein oder andere unfair finden, aber ich habe dazu eine klare Meinung: die Sicherstellung von qualitativ hochwertigen, finanziell unabhängigen Rundfunk-Anstalten gehören meinem Verständnis nach zu den Aufgaben, die ein Staat erfüllen sollte. Es hilft einer Demokratie bestimmt nicht, wenn die Besitzumstände in einer Senderlandschaft aussehen wie in Italien…
Kritik an den Sendungen ist nicht verboten, aber ein anderes Thema. Dass grundsätzlich der Sport-Uninteressierte nicht unbedingt die Sportschau in der ARD haben braucht, der Jugendliche auf das Musikantenstadl und der Senior auf Verbotene Liebe verzichten kann steht nicht im Gegensatz zu der Tatsache, dass diese Formate weite Teile der Bevölkerung interessieren und somit in der Summe zu einem Angebot führen, dass die Nachfrage der Bevölkerung deckt.

Intenso DVD-Rohlinge enttäuschen

Geschrieben am | 18. Oktober 2010 | Keine Kommentare

Ich habe soeben eine selbst gebrannte DVD von Intenso mit Video-Inhalten lesen wollen, die ich vor zwei Jahren gebrannt habe. Das beste vorab: zwischen den Schichten im inneren, unbeschichteten Ring hatten es sich zwei Gewittertierchen bequem gemacht. Unabhängig davon ließ die Fehlerrate in den äußeren Sektoren ein anschauen des Inhalts vor lauter Sprüngen und Aussetzern nicht mehr zu.
Zwar gehören zu einem guten Brennergebnis (mindestens) ein guter Brenner mit aktueller Firmware, passende Rohlinge und Brenngeschwindigkeit, aber auch die Gewittertierchen machen in diesem Fall keinen guten Eindruck auf den verwendeten Intenso-Rohling.
Da ich mit verschiedenen Marken bereits solche Probleme hatte (teils in Serie; mit Intenso ist das der erste Ausfall), fühle ich mich darin bestätigt, weiterhin auf Verbatim zu setzen, die in der Vergangenheit auch in Tests eigentlich immer gut abgeschnitten haben und bei mir bislang noch keine Probleme verursacht haben.

Lerneffekt:

  1. von Urlaubsfilmen etc. mehrere Exemplare brennen und/oder Images auf der Festplatte lagern
  2. “wer (zu) schnell brennt, brennt zweimal”
  3. sich freuen, dass die Gewittertierchen nicht in den Monitor gekrochen sind – was aber (möglicherweise je nach Hersteller) ein Garantiefall sein kann, weil dies nicht passieren sollte

Back ma’s, Bayern! Laugengebäck zum CL-Finale

Geschrieben am | 22. Mai 2010 | Keine Kommentare

Nach vielen Jahren gibt es endlich wieder ein deutsches Team im Champions-League Finale, und weil es außerdem heute einen Geburtstag zu feiern gibt, verschenke ich das selbst gemachte Bayern-Logo als Laugengebäck, mit dessen Herstellung ich zumindest zu einem Teil des Vormittags die lästige Wartezeit auf heute Abend verkürzen konnte.

FC Bayern München Logo Laugengebäck Laugenbrezel

FC Bayern München Logo als Laugengebäck

Daumen drücken fürs Triple!!!

Selig sind die Griechen

Geschrieben am | 5. Mai 2010 | 1 Kommentar

Schon Jesus wusste es, wie die Bergpredigt in der Version von “Das Leben des Brian” bestätigt: selig sind die Griechen (2:10) …oder doch die Siechen? (wie auch immer: geben ist seliger als nehmen… Ob das noch aktuell ist?).

Das Leben des Brian – Selig sind die … (Bergpredigt)

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