Windows 7: Drahtlosnetzwerkverbindung doppelt als Heimnetzwerk und Arbeitsplatznetzwerk – keine Internetverbindung
Geschrieben am | 12. Januar 2012 | Keine Kommentare
Problem:
Unter Verwendung von Windows 7 kann es passieren, dass sich der Computer doppelt in ein und dasselbe Netz einbucht. Dieses wird dann im Netzwerk- und Freigabecenter einmal als Heimnetzwerk und einmal als Arbeitsplatznetzwerk angegeben. Nur offensichtlich – und eigentlich auch nachvollziehbar – bringt das Probleme mit sich, in meinem Fall lautet die Statusmeldung stets “kein Internetzugriff”. Besteht das beschriebene Problem, ist es im folgenden egal, welche WLAN-Netzwerke man benutzen möchte, der Zugriff ist dann nirgends möglich.
Lösungen:
Beim erstmaligen auftreten konnte ich eine Lösung finden, die darin bestand, in der Registry die Einträge im Ordner “wpad” zu löschen. Was auch immer die im Detail speichern mag man vielleicht in der Wikipedia nachlesen. Hat beim ersten Mal geholfen, heute nicht.
Update: nicht identifiziertes Netzwerk – kein Netzwerkzugriff
Zu früh gefreut: es ist wieder passiert, mit zwischenzeitlich zwei "nicht identifizierten Netzwerken", die oben beschriebenen Wege haben mich nicht weiter geführt. Diesmal (oder muss ich sagen "für den moment") hat es die Deaktivierung des "Dienst bonjour" getan. Mal sehen, wie lange das hält ![]()
Das Problem dürfte grundsätzlich gar nicht auftreten können, da eine WLAN-Karte sich grundsätzlich nur in ein Netz gleichzeitig einbuchen kann. Unter (wahrscheinlich auch "ab") Windows 7 existiert jedoch ein sogenannter Microsoft Virtual WiFi Miniport Adapter, ich denke die Bezeichnung erklärt sich selbst. Eine Deinstallation des Geräts ist müßig, da Windows es dann einfach wieder neu installiert. Ich hab den virtuellen Adapter dann einfach deaktiviert, ein Neustart hat dann anschließend das Problem behoben.
Troy Davis
Geschrieben am | 22. September 2011 | Keine Kommentare
Heute wurde Troy Davis hingerichtet. Das Menschen nach wie vor glauben, es wäre zu rechtfertigen sich gegenseitig zu töten, ist allein für sich schon schlimm genug. In diesem Fall macht mich jedoch besonders betrübt und wütend, dass denkwürdig solide Hinweise aufgetaucht sind, dass heute ein unschuldiger Mensch nach Jahrzehnten Freiheitsentzug ums Leben gebracht wurde. Am Tatort wurden keine DNA-Spuren oder ähnliche Hinweise auf Davis gefunden, ebensowenig wie die Tatwaffe. Noch erschütternder: 7 von 9 Zeugen haben ihre Aussage zurückgezogen, nach der sie Davis als Täter erkennen konnten – unter Hinweis darauf , dass Druck von Seiten der Polizei auf die Zeugen ausgeübt worden sei.
Kursios an dem Fall ist ein wenig, dass gerade die Befürworter der Todesstrafe sich teils sehr entschieden dagegen ausgesprochen haben, diese im Fall Davis zu vollstrecken: die Befürchtung lag nahe, dass ein offensichtlicher Fall von Justizirrtum (was noch beschönigt ist!) mit Todesstrafe als Folge jene als legitimes Instrument diskreditieren würde.
Ich hoffe so ist es, und das weitere Länder auf dieses Menschen- und Lebensverachtende Instrument ganz verzichten – so wäre ein Menschenleben nicht ganz so sinnlos verloren.
Simyo: bitte wechseln Sie Ihren Anbieter
Geschrieben am | 20. September 2011 | Keine Kommentare
oder Wie vergraule ich meine Kunden?
Nachdem ich mich schon in letzter Zeit über Unitymedia und die miese neue Website geärgert habe demonstriert Simyo, wie man es eine ganze Ecke schlechter machen kann.
Nachdem die Lastschrift von Simyo von meiner Bank zurückgewiesen wurde passierte folgendes:
- Sperrung der SIM-Karte: das Handy ist tot, denn nicht einmal eingehende Anrufe möglich!
- Rücklastschriftgebühren in Höhe von 15 Euro – man könnte denken, wir bewegen uns in dieser Höhe im Bereich von Wucher
- Simyo sperrt den Online-Zugriff auf mein Vertrags-Konto (damit kein Zugriff auf Rechnungen, EVN, etc.)
Da kann man nur eins sagen: Ich kündige! So sehr hat mich ja bislang noch kaum ein Unternehmen rausgeekelt.
Kundenbereich “Mein Unitymedia” – Kontakt unerwünscht?
Geschrieben am | 18. August 2011 | Keine Kommentare
Unitymedia bietet Kino auf Abruf an, dass ich letztens mal testen wollte, da ich ohnehin als Neukunde und als Entschädigung für einige technische Probleme zwei Filme frei habe. Um den Service nutzen zu können benötigt man eine PIN, was auch sinnvoll ist, damit keiner unbefugt für andere Leute Filme bestellen kann. Interessanterweise habe ich in meinen Unitymedia-Unterlagen keine solche PIN vorgefunden, und auch eine kleine “Merkhilfe” mit wichtigen Nummern (u.a. Jugendschutz-PIN) enthält zwar ein Feld “Kino auf Abruf”, dieses ist jedoch leer.
Ich habe mich also daraufhin bemüht, um eine PIN zu bitten, die man jedoch nur auf dem Postweg bekommen kann. Ich habe eine Email an kundenservice@unitymedia.de geschrieben, da ein bequemerer Weg nicht gewünscht und/oder zugelassen wird. Normalerweise kenne ich es so, dass wenn ich als Kunde einer Firma dieser eine Mitteilung zukommen lassen möchte, dass ich mich auf der Internetseite im Kundenbereich einlogge (sofern vorhanden) und ein entsprechendes Formular ausfülle – dort gebe ich dann ggf. an, um welche Art der Anfrage es sich handelt. Ich sehe hier Vorteile für mich (ich muss nicht alle meine Daten eingeben, da diese im Kundenbereich vorhanden sind) und die Firma kann entsprechend schnell auf meine Daten und alle Geschäftsvorgänge zugreifen.
Bei Unitymedia sieht das momentan aber so aus:

kein einfaches Kontaktformular für Bestandskunden?
Ein Kontaktformular gibt es, aber das soll ich als Bestandskunde nicht benutzen. Kein Problem, ich habe eh keine Lust, meine kompletten Daten alle überflüssigerweise einzeln einzutippen!
Aber da gibt es ja einen Hinweis: “loggen Sie sich bitte im online Kundenservice ein”. Aha. Ja. Äh… Ein unauffälliger Blick nach rechts deutet mit an: ich bin eingeloggt! Oder hab ich meine Seiten jahrelang falsch programmiert?! Aber vielleicht ist der “online Kundenservice” ja eine gänzlich andere, mysteriöse Seite???
Wir nähern uns einer Aufklärung:

Kundenportal - Kundenbereich - Mein Unitymedia - was denn nun?
Hier finden wir auf jeden Fall einige Highlights: eine doppelte horizontale Navigation, wo es einmal ein Kundenportal und einmal einen Kundenbereich gibt, und dort kann man sich für “Mein Unitymedia” einloggen. Kann ich? Bin ich nicht? Doch? Wie oft denn gleichzeitig? Oder soll es vielleicht nicht “umgezogen” sondern “unbekannt verzogen” heißen?
Nun, lassen wir das. Ich habe vermutet, dass es bei der Seitenumstellung ein Problem mit gecachten alten Inhalten gibt, das hat sich jedoch nicht bestätigt. Die Seite ist also wahrscheinlich schlichtweg mies gemacht.
Auf die Startseite von “Mein Unitymedia” komme ich jedenfalls, nur dass es dort unter Kontakt wieder nur die Möglichkeiten “Kontaktformular” (aber nicht für Bestandskunden) und “Email schreiben” gibt. In dem Zusammenhang frage ich mich auch, wie sinnvoll ein Kontaktformular für technische Störungen sein kann, dass (auch) für Nicht-Kunden gedacht ist: wann sollte ich als Nicht-Kunde Unitymedia wegen einer technischen Störung kontaktieren wollen???
Auf meine Email vom 07.08.habe ich (wahrscheinlich um das schlechte Bild zu unterstreichen) bis heute keine Antwort erhalten.
US-Kongress zum Libyen Einsatz
Geschrieben am | 25. Juni 2011 | Keine Kommentare
Der amerikanische Kongress hat eine Genehmigung des amerikanischen Engagements im Libyen-Einsatz für ein weiteres Jahr abgelehnt, auch mit vielen Stimmen der Demokraten. Hintergrund ist unter anderem die Verärgerung, dass Präsident Obama den Einsatz im Vorfeld nicht vom Kongress beschließen ließ – dies ist für Einsätze von bis zu 60 Tagen auch nicht erforderlich, jedoch sind diese bereits im Mai abgelaufen.
Obama rechtfertigt die Situation damit, dass der Militäreinsatz nicht als “Kampfhandlung” anzusehen sei – dies ist natürlich ziemlich lächerlich und kann höchstens auf einer sehr widersinnigen Definition einer “Kampfhandlung” beruhen.
So sehr man in diesem Fall den “parlamentarischen Denkzettel” begrüßen muss, frage ich mich nur, welche Folgen dieser haben wird. Ein Rückzug Amerikas aus dem Einsatz bedeutet höchstwahrscheinlich, der NATO ihr Standbein wegzuziehen. Ich habe sowieso das Gefühl, dass auf dem Verhandlungsweg zu wenig getan wird – vielleicht ist es ja eine Chance, hoffentlich aber kein falsches Signal an Gaddafi!
Schwarz-gelbes Steuer-Chaos
Geschrieben am | 23. Juni 2011 | Keine Kommentare
Als ich gerade zu der neuerlichen Idee von Steuersenkungen der schwarz-gelben Bundesregierung schreiben wollte, habe ich gesehen, dass es dazu noch einen Entwurf von Anfang 2010 gab, den ich hiermit veröffentliche:
Ich gestehe: mit ein wenig Schadenfreude schaue ich mir bisweilen den meiner Meinung nach schön verstolperten Start (nicht das sich nach dem Start etwas gebessert hätte) der Bundesregierung mit CDU/CSU und der FDP an. Allein tragisch daran: wie soll man sich ernsthaft darüber freuen, dass die Regierung das Steuer nicht fest im Griff hat, wenn das ganze Land darunter leidet?
Denn weder das Steuer, noch die Steuer hat die Koalition im Griff. Großspurig wurden Steuersenkungen versprochen – selbst von den schwarz-gelb-Wählern glaubte daran aber bei Stimmabgabe nicht einmal jeder zehnte. Mich wundert das nicht. Nach der Bundestagswahl beginnt nämlich der zweite Schritt: nachdenken über die Finanzierung der Steuersenkungen. Darüber schien man sich nicht sehr viele Gedanken gemacht zu haben. Geld dafür ist meiner Meinung nach nicht da, und eine Selbstfinanzierung über einen Anstieg des Konsums und steigendes Wirtschaftswachstum… – Zweifel daran bleiben. Am ehesten freuen würde ich mich, als Freund der feinen Ironie, darüber, dass die Steuersenkungen durch Steuererhöhungen finanziert würden. Aber halt! So dumm, wie das vielleicht im ersten Moment klingen mag, ist es nicht. Mittlerweile zahlenmäßig relevante Teile der Bevölkerung zahlen aus verschiedenen Gründen keine Einkommensteuern mehr, was nicht nur ein Problem finanzieller, sondern auch solidarischer Natur ist. Die Rede ist dabei nicht von Geringverdienern.
Sturheit statt Mehrheit
Besonders beeindruckend finde ich die Sturheit von schwarz-gelb, gegen die Empfehlung von befragten Experten eine steuerliche Begünstigung für Hoteliers einzuführen (bis heute weiß wahrscheinlich immer noch keiner was das sollte) und Steuersenkungen gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung durchzusetzen. Wie muss ein Staatshaushalt aussehen, dass die Bürger freiwillig das Steuerniveau halten möchten? Wir haben sogenannte Finanzexperten in der Politik, aber in diesem Fall scheint mir der brave Max Mustermann einen Schritt weiter denken zu können. Nicht einmal jeder zweite FDP-Anhänger befürwortet Steuersenkungen, dabei ist bei diesen der Wert noch am höchsten. Grund für diese Einstellung könnte sein, dass die Finanzkrise noch nicht bewältigt ist, und dies vielen bewusst ist. Eine finanzielle Verschlechterung des Staates scheint daher inakzeptabel.
Aller Schadenfreude zum Trotz wünsche ich der (halbwegs) neuen Bundesregierung für 2010 und folgende Jahre ein besseres Fingerspitzengefühl und mehr Sinn für soziale Gerechtigkeit. Wenn Sie ein Hotel besitzen: es tut mir leid, aber ich finde einfach bei Ihnen ist das Geld nicht optimal aufgehoben…
Faszinierend daran ist, dass der Artikel heute genauso aktuell ist wie vor 1 1/2 Jahren, wenn man vielleicht den Teil “die Finanzkrise ist noch nicht bewältigt” für Deutschland ein wenig relativiert. Die konjunkturelle Lage sowie die Höhe der Steuereinnahmen bietet für Deutschland zur Zeit wohl einen gewissen Handlungsspielraum, der leider altbekannte Fehlschlüsse nach sich zieht. Schon klar, wir leben in einer Zeit, in der ein Fondsmanager Boni erhalten kann, wenn er weniger Verluste als ein Vergleichsindex hinnehmen muss, aber auf der anderen Seite regt sich doch die Vernunft und breitet sich die Erkenntnis aus, dass Geld ausgeben, das man nicht hat, auf Dauer teuer wird: aufgrund jahrelanger Defizithaushalte und damit angestiegenen Schulden und Zinslasten muss hier gehandelt werden – weiß man selbst innerhalb der Regierungsparteien. Die Bundesbürger haben das schon länger verstanden, auch heute dürfte es keine Mehrheit der Bürger für Steuersenkungen geben.
Ich möchte an dieser Stelle mal einen Blick in den Bundeshaushalt und die Schuldensituation Deutschlands werfen:
- Schulden des Bunds 2011: 1.107 Mrd. Euro,
- Volumen des Bundeshaushalts 2011: 307,4 Mrd. Euro,
- davon Zinszahlungen für Kredite: 38,1 Mrd. Euro
- Nettokreditaufnahme 2011: 57,5 Mrd. Euro
Selbst bei einem ausgeglichenen Haushalt müssten wir also dennoch in Zukunft jährlich 38 Mrd. Euro für Zinszahlungen verpulvern. Auch interessant der Haushaltsplan / Finanzplan der Bundesregierung für 2010 – 2014 mit Blick auf Seite 11: bei einer beständig sinkenden Neuverschuldung erreichen wir 2013 eine Nettoneuverschuldung von 31,6 Mrd. Euro. Was aber heißt das? Angenommen, es kommt so, dann nehmen wir im Jahr 2013 diese 31,6 Mrd. Euro neue Schulden alleine aus dem Grund auf, um Zinsen für unsere alten Schulden zahlen zu können! Anders ausgedrückt: ohne Zinszahlungen könnten wir 2013 einen positiven Haushalt haben! Tatsächlich aber sieht die Realität anders aus, im übrigen steigen die jährlichen Zinszahlungen bis 2014 auch auf 48,1 Mrd. an…
Mit Zinszahlungen ist der ausgeglichene Haushalt jedoch auch bei unterstellter gleichmäßig positiver Entwicklung noch ein paar Jahre entfernt, und diese anzunehmen ist vielleicht nicht besonders realistisch. Die Entwicklung des Haushaltsvolumens hat sich in den letzten Jahren stets deutlich nach oben bewegt, ich zweifle dass die angepeilte Fixierung auf ca. 301 Mrd. so Bestand haben wird, man bedenke hier, dass das Geld inflationsbedingt jährlich an Wert verliert.
Flugverbotszone vom UN-Sicherheitsrat beschlossen
Geschrieben am | 18. März 2011 | 1 Kommentar
Endlich hat man sich darauf geeinigt, den überfälligen Schritt zu machen und die Libyschen Luftstreitkräfte an der weiteren Bombardierung der oppositionellen Bewegung sowie der Zivilbevölkerung zu hindern; bei solch groben Verletzungen des Völker- und Menschenrechts kann die Verletzung fremder Staatssouveränität nun mal nicht stärker wiegen.
Deutschlands ständiges Nein zu Militäreinsätzen jeder Art ist mittlerweile kaum noch zu ertragen – es mag sich mit dem Willen einer Mehrheit des deutschen Volkes decken und ist daher legitim, aber es fällt schwer Achtung vor diesem permanenten Nein zu behalten, schlicht wegen der billigen Begründung unseres Außenministers: “wollen nicht Kriegspartei auf Dauer werden”. Ein Nein zur Beteiligung an kriegerischen Einsätzen scheint mir aber nicht an einem großen Hang zur Friedfertigkeit zu liegen, sondern an der mangelnden Bereitschaft, Geld und Menschenleben für Menschen in Not zu riskieren. Und das beschämt mich. Ich wüsste gerade nicht zu erklären, warum wir in keiner Weise im Maghreb helfen könnten.
Die Welt bebt
Geschrieben am | 17. März 2011 | Keine Kommentare
“Die Weltwirtschaft bebt”: dem Handelsblatt ist diese Überschrift offensichtlich nicht zu blöd – mir eigentlich schon. Eigentlich… Geschmacklich finde ich sie höchst unpassend, tatsächlich aber finde ich den Zynismus, den ich darin sehe, im Moment “passend”. Denn Zynismus ist eine Emotion die sich bisweilen schon mal einstellen kann angesichts der Geschehnisse in der Welt, insbesondere – aber nicht nur – in Japan.
Wie sich die Situation im Moment darstellt wissen wir nach wie vor nicht, Informationen dazu sind wenig verlässlich und regelmäßig widersprüchlich. Gemeinsam ist den Meldungen nur der Mangel an Optimismus. Vier Reaktorkerne in Fukushima liefern sich momentan einen Wettlauf um die erste Kernschmelze, ein Wettlauf gegen eine Handvoll Techniker, die zahlenmäßig, organisatorisch und verwunderlicherweise auch technologisch nicht auf Augenhöhe mitspielen wie man glauben könnte. In der Hinterhand noch die Reaktorkerne 5 und 6, die zwar abgeschaltet sind, aber eben nur so abgeschaltet, wie man Atomreaktoren abschalten kann: gar nicht.
Trotz allem hoffe ich darauf, dass es morgen früh nach dem aufstehen heißt: “alles unter Kontrolle”. Naiv, ich weiß.
Restrisiko
Wir waren bei naiv. Naiv ist es auch, das sogenannte Restrisiko zu ignorieren. Man tat jahrelang so, also ob wir mit Atomkraft ein Restrisiko eingehen, dass eine statistische Größe ist, die man ebenso gut aus der Rechnung herausstreichen könnte. Menschliches Versagen und Naturkatastrophen, so entnehme ich derzeit der Presse, bilden also das sog. “Restrisiko”. Wir sprechen hier also von dem Risiko, dass nicht in die Gleichung zu beziehen ist weil “unberechenbar”.
Es mag verkürzt sein, aber trotzdem, wie sinnvoll erscheint die Überlegung “Wir müssten es schon einkalkulieren, aber da wir das nicht können, lassen wir es weg.” Letztlich ist doch das Gegenteil der Fall: wir stehen unkontrollierbaren Faktoren gegenüber, und lassen daher die Finger von der Sache. Es geht hierbei nicht grundsätzlich um die Frage von Handlungsentscheidungen unter unvollständigen Informationen bei der Verwendung gefährlicher Technologien. Entscheidungen bei Unsicherheit treffen wir tagtäglich, keine Frage, aber zwei Dinge sind hierbei zu beachten: die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Schadenshöhe von worst-case-Szenarien. Das ist ganz einfach erklärt:
- negative Konsequenzen, seien sie noch so gering, sind nicht zu riskieren wenn sie sehr wahrscheinlich eintreten.
- negative Konsequenzen, seien sie noch so unwahrscheinlich, sind nicht zu riskieren wenn sie sehr stark eintreten.
Angesichts des zweiten Punktes verbietet sich also die Atomkraft, da die negativen Auswirkungen bei Unfällen u.ä. einfach riesengroß sind.
Außerdem muss man sich die Frage stellen: wieso reden wir eigentlich von Restrisiko angesichts des konkreten Lage in Fukushima: wie kann der Ausfall des Kühlsystems zum Restrisiko gehören??? Mir als Laie stellt sich die Situation so dar, dass eine intakte Kühlung das verdammt noch mal wichtigste ist, um dass sich gekümmert werden muss. Also:
Seit wann ist im 21. Jahrhundert Kühltechnik nicht sicher beherrschbar?
Wie kann man Kühlsystem in eine der am stärksten erdbebengefährdete Region der Welt bauen das nicht erdbebensicher ist?
Wie kann man Kühlsysteme bauen, die nach Stunden aufgeben?
Gibts bei Atomkraft nicht das System der Redundanz?
Wieso können wir Panzer transportieren wohin wir wollen aber keine Pumpen?
Wieso können wir Strahlung am Rande der Galaxie messen aber nicht in Japan?
Der Mensch an sich macht Fehler. Sogar oft. Wieso also Restrisiko?
Des einen Leid…
Nein, nicht alles hat auch eine gute Seite, aber das wird der ein oder andere anders sehen. Während Japan mit der Katastrophe kämpft und sich das allgemeine Interesse verständlicherweise auf Japan konzentriert steht die Welt nicht still. Im Maghreb geht derweil das Morden weiter, Gaddafi zerbombt Libyen und seine Bevölkerung und holt sich nach und nach die Gebiete der Aufständischen zurück. Aussicht auf Gnade gibt es keine, Gaddafi wird sein rücksichtsloses Vorgehen beibehalten, auch und erst Recht gegenüber den Aufständischen. Der Rest der Welt verkriecht sich mal wieder, aktuell gerne hinter der sogenannten “Respektierung der Autonomie Libyens”. Gaddafi hat schon Recht wenn er sagt: “Egal welche Entscheidung getroffen wird, es ist zu spät.” (1)
Schade aus einer Vielzahl an Gründen. Insbesondere, weil wir dem Libyschen Volk helfen könnten – wohl eher als den Reaktoren in Fukushima. Ich vermute, es ist wie so oft: zuerst handeln wir nicht, dann falsch. Hauptsache man hat nicht die Seite unterstützt, die am Ende verliert.
Vielleicht sitzt in 48 Stunden Gaddafi in Bengasi und Plutonium-Schlacke im Erdreich von Fukushima. Vielleicht tritt beides nicht ein. Es ist zu wünschen, aber es wäre Glück. Was waren das für Zeiten, als E10 unser größtes Problem war…
Schneechaos oder Organisationschaos?
Geschrieben am | 22. Dezember 2010 | Keine Kommentare
Aktuell liest man viel über das sogenannte “Schneechaos”. Dabei denkt man wahrscheinlich zuerst an ein “durch Schnee bedingtes Chaos” – aber das ist ja beinahe schon irreführend.
Unsere aktuellen (insbesondere Infrastruktur-)Probleme rühren eher von der (nicht ausreichenden) Vorbereitung & (mäßig gelungenen) Reaktion auf den Schnee.
Wie ich finde schön kommentiert ist der “Winterskandal” auf Zeit online.
Klackern statt BIOS-Piepen beim booten – Festplatte unschuldig
Geschrieben am | 15. November 2010 | 1 Kommentar
Ich habe gerade einen PC zur Reparatur bei mir und spiele CSI:IT. Anfangs schien der Fall einfach, kurzer telefonischer Kontakt mit dem Besitzer erlaubte eine schnelle Ferndiagnose.
Problem: Ein klackern beim erfolglosen Bootvorgang.
Logische Schlussfolgerung: die Mechanik der Festplatte ist hinüber, die Festplatte fährt nicht mehr an.
Lösung, Theoretischer Teil: Neue Festplatte gekauft.
Lösung, Praktischer Teil: Festplatte getauscht.
Ergebnis: klack-klack, … , klack-klack, … , klack-klack, … , klack-klack, … ,
Ja richtig, auch bei CSI:IT dauert eine Folge 45 Minuten (bin demnach bei der 3. Folge), also nichts mit der einfachen Lösung.
Da der Bildschirm während der kompletten Aktion schwarz blieb, schied die Festplatte (zumal ausgebaut) als Störfaktor aus. Die Quelle des gleichmäßigen klack-klack konnte ich im Folgenden im Hauptplatinen-Lautsprecher ausmachen. So ziemlich ohne verbleibende Optionen (Ram war ausgebaut, jegliche Peripherie abgestöpselt) habe ich ein Reset des BIOS durchgeführt, um damit dann tatsächlich auch das Problem vorerst zu lösen. Dem Frieden traue ich aber nicht.
Nachfragen beim Besitzer ergaben denn auch, dass die Symptome “einfrieren” des Rechners oder Ende des Betriebs mit “verpixelten / unleserlichen Fehlermeldungen” sind – also nicht unbedingt die klassischen Aussetzer einer Festplatte.
Geleitet vom Optimismus lasse ich jetzt per Ultimate Boot CD den MemTest 86+ über Nacht laufen – RAM wäre am einfachsten und günstigsten zu tauschen…